Sonntag, 28. September 2014

Ein Jahr ging schnell vorüber...

Wir sind jetzt genau ein Jahr in unserer neuen Heimat. Ich weiß noch genau, wie wir ankamen, mit unseren 6 Koffern, von denen 3 es nicht gleich mit uns geschafft hatten. Wie wir am LAX erstmal unsere Greencards aktivieren mussten, danach unseren Mietwagen abgeholt und zu unserer vorläufigen Bleibe gefahren sind.
Am Abend lagen wir auf dem Bett, weil wir doch etwas geschlaucht waren. Pat meinte gestern, er lag dort und hat sich Gedanken gemacht, ob das alles so richtig ist und was passieren würde, wenn es doch nicht klappt mit unserem Traum.

Dann nach zwei Tagen die erste Ernüchterung: Government Shutdown

Wie ich ja schon genügend berichtet habe, hat dieser unsere komplette Planung etwas durcheinander gebracht. Und die Tatsache, dass unser Nachmieter die Ablöse für unsere fast neuen Möbel (noch immer) nicht bezahlt hat, uns damit ein höherer 4-stelliger Eurobetrag für unseren Neustart fehlte, hat das Ganze auch nicht entspannter gemacht.

Die Anfangsschwierigkeiten bezüglich Wohnungs-, Auto-, Arbeitssuche haben uns noch lange beschäftigt.

Jetzt können wir folgende Bilanz ziehen:

Wir haben nach einer langen, ergebnislosen und frustrierenden Suche dank Marly unsere jetzige Wohnung gefunden. Hier ist nicht alles super, aber für die erste Wohnung in den USA kann man nicht meckern. Wir haben noch zwei Monate, dann läuft unser Jahresvertrag ab und wir können monatlich raus. Wir werden uns dann auch auf die Suche nach einer neuen Bleibe begeben.

Da wir uns kein teureres Auto leisten konnten, uns aber auch nicht so wirklich mit gebrauchten Autos auskennen, fiel uns der Autokauf sehr schwer. Daher hatten wir insgesamt acht verschiedene Mietwagen in den ersten acht Monaten. Das hatte natürlich den Vorteil, ein paar verschiedene Autos zu testen, was dann die Wahl des Autos erleichterte. Im Mai haben wir dann endlich ein Auto geleast und sind glücklich, dass wir ein sehr spritsparendes und schönes Fahrzeug erwischt haben. Da es neu ist und auch alle Garantien hat, brauchen wir uns über Verschleiß nicht wirklich Gedanken zu machen. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 31 Meilen pro Gallone können wir uns nicht beschweren, Eine Tankfüllung kostet je nach Spritpreis (im Moment glücklicherweise wieder etwas niedriger, bei $ 3,45 pro Gallone) ca. $ 35 bis $ 40 Dollar und damit kommen wir ca. 350 Meilen weit.

Die Jobsuche war bis jetzt das heikelste Thema. 
Gott bzw. Patricia sei dank, dass sie mich sofort auf das Jobangebot in Form eines kleinen Papierzettels im deutschen Tante-Emma-Laden aufmerksam gemacht hat. Ich fing dort im Februar an, verkaufe deutsche Lebensmittel und stehe hinter der Wurst- und Käsetheke. Ich brauche von zuhause bis zur Arbeit ca. 10 Minuten und habe ungefähr eine Meile zu fahren. Eigentlich habe ich ja eine Ausbildung im öffentlichen Dienst. Ich hatte mich ja auch schon beim DMV beworben. Dem Platz, der hier so beliebt ist wie das Kreisverwaltungsreferat in München. Die Auswahlverfahren hier ziehen sich sehr lange hin. Allerdings habe ich, nach einigen persönlichen Erfahrungen vor Ort (Führerschein, Schwerbehindertenplacard beantragen) und da ich eine Zeit lang dort fast jeden Tag auf dem Weg von oder zu Pat's Arbeit vorbeigefahren bin und um 7 Uhr morgens schon lange Warteschlangen gesehen habe, mich dagegen entschieden, dort wirklich arbeiten zu wollen. Den Wahnsinn hatte ich in München 12 Jahre lang... Übrigens läuft nächste Woche meine Beurlaubung ab. Dann bin ich offiziell nicht mehr im deutschen öffentlichen Dienst beschäftigt.
Ich suche jetzt einen Job im Büro der auch gerne etwas kreativ sein darf. Natürlich muss auch das Gehalt stimmen. Also, wer was weiß im San Fernando Valley, kann sich gerne bei mir melden.

Pat hat im März nach langem Hin und Her in der Firma, in welcher Horst's Sohn Albert gearbeitet hat, im Dishroom angefangen. Nach nunmehr sechs Monaten Geschirr und Besteck polieren, Salz- und Pfefferstreuer auffüllen und ähnlicher anspruchsvoller Tätigkeiten hat er aufgrund einer Verletzung und der somit eingeschränkten Arbeitsfähigkeit dort aufgehört. Da die Projekte in seinem neuen Job, für den er ja bereits im Juli unterschrieben hatte, vor drei Wochen anfingen, war das auch kein Problem. Nun arbeitet er von zuhause aus und übersetzt Untertitel für US-amerikanische TV-Serien ins Deutsche. Ich darf ihm dabei auch behilflich sein, kann somit auch teilweise von zuhause aus arbeiten. Kleiner Nebeneffekt: Wir müssen mal wieder denken beim Arbeiten.

Die Bekanntschaft der mittelamerikanischen Kollegen von Pat möchten wir auf gar keinen Fall missen. Erst wenn man weiß, unter welchen Umständen so mancher von denen lebt bzw. gelebt hat, kann man erst verstehen, wieso es hier so viele illegale Einwanderer gibt.
Man wird in vielen Sachen zufriedener und hinterfragt sich, ob man dies oder jenes wirklich braucht. Wir haben in den letzten zwölf Monaten gelernt, bescheidener und demütiger zu sein mit dem was wir haben.

Ein weiterer Aspekt, den wir hier sehr zu schätzen gelernt haben, ist das dauerhaft schöne Wetter. Mit California haben wir uns schon den richtigen Teil der USA ausgesucht. In einem Jahr hatten wir so oft Regen, dass sogar zwei Hände reichen, um es abzuzählen. Manche Pflanze und andere Lebewesen hoffen auf mehr Regen. Die Dürre bringt auch Waldbrände und Buschfeuer mit sich. Daher wünschen wir uns alle hier ein bisschen mehr Regen. Man lernt damit auch, Trinkwasser einzusparen.

Alles in allem leben wir bewusster und nehmen nicht mehr alles so selbstverständlich hin. Rein menschlich gesehen, haben wir in diesem Jahr sehr viel dazugelernt. Vielen Dank, dass wir diesen Traum verwirklichen konnten. Und er geht weiter. Auf das nächste Jahr.

Song of the day: Dooley Wilson - As time goes by

Montag, 8. September 2014

Smartphone und weiße Kittel...

Nun, da habe ich wohl den ganzen letzten Monat nichts geschrieben. Vieles ist so alltäglich geworden, dass ich dachte, es gibt nichts Neues, also halte ich die Klappe. Dabei war es schon spannend in den letzten Wochen. Pat und ich sind beide noch in unseren alten Jobs. Neben der täglichen Arbeit versuchen wir auch noch uns für "richtige" Traumjobs zu bewerben, was aber manchmal echt schwer fällt, wenn man nach Hause kommt, müde ist und eigentlich nur noch was zu Abend essen möchte und dann ein wenig "Spaß" haben möchte. Dieser Spaß besteht unter der Woche größtenteils aus ein bisschen TV schauen, etwas lesen oder aber - oh Gott, ich traue es mich kaum zu sagen, mit dem Smartphone zu spielen. Seit einem Monat bin ich - na endlich - im Smartphone-Zeitalter angekommen. Ich habe immer gesagt, ich brauche so was nicht. Obwohl ich vor drei Jahren mal ein Smartphone für ein paar Wochen hatte, es dann jedoch wieder an Amazon zurückschicken musste, weil es nicht richtig funktioniert hat. Ein Austauschgerät war damals nicht auf Lager, also habe ich mich wieder mit meinem Mini-"Handy" zufrieden gegeben. Es ging auch ohne Smartphone. Da ich jetzt aber eines habe was richtig gut funktioniert, bin ich "angefixt". Es ist schon erstaunlich, was dieses "schlaue" Telefon alles kann. Sorry, musste meine altmodische Freude über etwas, was für viele wohl schon lange zum Alltag geworden ist, loswerden. Wir haben nun also zwei Telefone und müssen nicht mehr ständig unsere Arbeitskollegen bitten, wenn einer den anderen anrufen möchte bzw. muss.
Ich weiß nicht, ob ich schon erzählt hatte, dass Pat sich in der Arbeit verletzt hat. Ist nichts wirklich Wildes passiert, doch nun darf er aufgrunddessen keine Überstunden mehr machen und hat außerdem ein paar Auflagen bekommen, unter anderem die, alle 50 Minuten eine 10-minütige Pause zu machen. Hört sich an, als wenn er als Beamter beschäftigt wäre...
Nein, Spaß beiseite. Hier ist es tatsächlich so, dass man, wenn man sich in der Arbeit verletzt zunächst einmal - ähnlich wie in Deutschland zum Übergangsarzt - zu einem bestimmten Arzt bzw. in eine bestimmte Klinik muss, die dann von der "workmen's compensation" getragen wird, ähnlich der Berufsgenossenschaft. Aber man wird hier nicht gleich völlig arbeitsunfähig geschrieben. Pat hat entsprechende schriftliche Anweisungen bekommen, an die sich der Arbeitgeber zu halten hat. Auch muss Pat während der Arbeitszeit zu Arztterminen und zur Krankengymnastik. Wenn der Arbeitgeber keine der Verletzung entsprechend angemessene Arbeit für den Arbeitnehmer hat, dann muss dieser unter Fortzahlung der Bezüge nach Hause geschickt werden. Wir finden dieses System gar nicht verkehrt. Es heißt ja nicht, dass jemand, der sich den Fuß verletzt hat deshalb nicht einer Bürotätigkeit nachgehen könnte. Ich weiß, dass sich jetzt einige Leute aufregen werden. Und ich weiß auch, dass es in Deutschland andere Arbeitsschutzbestimmungen gibt. Das ist womöglich auch hier in den USA von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Aber ich selbst war jahrelang im Personalrat tätig und finde diese Art der Regelung gut. Es gibt nämlich immer Arbeitnehmer, die wegen eines kleinen Hustens zuhause bleiben obwohl sie arbeiten gehen könnten. Andere hingegen, die fast schon mit dem Kopf unter dem Arm in die Arbeit kommen, gehen gar nicht erst zum Arzt. Natürlich sind beide Extreme nicht gut. Daher finde ich auch, dass man ja wenigstens versuchen kann, arbeiten zu gehen. Natürlich ist das hier auch noch einmal eine andere Geschichte, wenn man keine sogenannten "paid sick days", also bezahlte Krankheitstage bekommt. Dann fehlt einem schlicht das Geld, das man an diesem Krankheitstag verdient hätte, weil man gar nichts bekommt, wenn man nicht arbeitet. Auch hier werden einige sagen, dass das in Deutschland sozialer gelöst ist. Aber wie schon gesagt. Das System ist gut solange es nicht von einigen ausgenutzt wird. Wenn es ausgenutzt wird, dann wird es eher unbefriedigend.

Noch eine Geschichte zum Thema Krankheit und Krankenversicherung hier in den USA bzw. in Kalifornien: ich musste wegen der Verschreibung eines Medikaments, was ich regelmäßig einnehmen muss vor ein paar Wochen zum ersten Mal (seit nunmehr fast einem Jahr USA-Aufenthalt) zum Arzt. Die Warterei war schrecklich und ich musste feststellen, dass es hier genauso wie in Deutschland ist: ohne Termin wartest du eine Stunde, mit Termin nur 60 Minuten... Nachdem ich meinen Grund der Vorsprache geäußert hatte und eine Menge paperwork ausfüllen musste, lange gewartet habe um endlich aufgerufen zu werden, wurde mir erstmal der Blutdruck und die Temperatur gemessen, mein Gewicht "geschätzt" und ich wurde nach meiner Größe in feet und inch gefragt, was ich mittlerweile weiß, da es ja in meinem Führerschein steht, da es die nette Dame vom DMV letztes Jahr für mich umgerechnet hatte. Dann hieß es noch einmal warten bis ich dann in ein Behandlungszimmer gerufen wurde. Auch hier saß ich dann noch einmal eine geschlagene halbe Stunde und lernte die verschiedenen Ausführungen von Asthmasprays auswendig sowie jedes Hinweisschild, welches hier in englischer und spanischer Sprache angebracht ist. Z. B. muss ein Diabetes-Kranker immer seine Schuhe und Strümpfe (falls er welche anhat und nicht gleich in Flip Flops erscheint) ausziehen. Igitt, ich würde nicht auf diesen Fluren barfuß rumlaufen wollen. Der Arzt hat dann genau 5 Minuten mit mir geredet. Am meisten haben wir uns über die Tatsache unterhalten, dass es hier nicht genau die selben Medikamente wie in Deutschland gibt, er mir aber ein ähnliches Präparat aufschreiben wird. Dann hat mich ein Arzthelfer (oder männliche Krankenschwester) nach meiner Wunsch-Pharmacy gefragt. Ich nannte ihm dann die nächstgelegene CVS-Pharmacy, in welcher Pat und ich hin und wieder solche Sachen wie Zahnpasta und Deos kaufen. Dorthin würde mein Rezept geschickt und ich könne mein Medikament am nächsten Tag abholen. Im Vorbeigehen sagte mir der Arzt dann noch, dass er meinte, ich solle außerdem ein blutdrucksenkendes Medikament nehmen, das hätte er mir auch gleich aufgeschrieben, da ich zu hohen Blutdruck gehabt hätte. Hallo? Warten, warten, Ehemann in der Zwischenzeit von der Arbeit abholen, wieder warten, warten, warten, neue Situation, zum ersten Mal überhaupt bei einem "amerikanischen Arzt" - ist doch kein Wunder, dass ich aufgeregt war und mein Blutdruck auf 150. Es würde dann auch genügen, wenn ich meinen Blutdruck einfach nur überwache. Ich weiß, dass ich auf Stress mit höherem Blutdruck reagiere - aber wer tut das bitte nicht? Egal, am übernächsten Tag habe ich dann in der Apotheke vorgesprochen und siehe da, sie wollten mir doch auch noch das Blutdruckmedikament andrehen, welches ich aber abgelehnt habe - will ja keinen unnötigen Müll verursachen. Sollen sie lieber jemandem geben, der es wirklich braucht. Eines haben wir in dem knappen Jahr festgestellt: die Amis nehmen sehr schnell Medis gegen und für alles (siehe mein Post über Pats Vitamin-D-Mangel Wir sind hier nicht in der Schwarzwaldklinik). Ach ja, die für das Medikament erforderliche Blutentnahme habe ich vor zwei Wochen gemacht. Stechen können die amerikanischen Schwestern echt gut, das muss man ihnen lassen. Morgen geht es für uns beide zum ersten Mal zum Zahnarzt. Nein, wir haben keine Zahnschmerzen sondern müssen mal wieder zur Kontrolle. Es ist ja schön, dass man hier, damit man seine Arzttermine nicht versäumt, nochmal erinnert wird. Aber die Mädels vom Zahnarzt haben zunächst am Mittwoch den Termin umdatiert, weil der Arzt nun doch nicht mehr am Spätnachmittag da sei um ihn mir am Donnerstag noch zweimal telefonisch zu bestätigen. Ist ja lieb gemeint, doch irgendwie hat doch jeder mündige Bürger in einem bestimmten Alter eine Art Eigenverantwortung, oder etwa nicht? Und dass der Arzt bis spätestens 2 Uhr an Nachmittagen Termine vergibt, nenne ich nicht sehr arbeitnehmerfreundlich. Wir nehmen uns bestimmt nicht nen halben Tag frei nur weil wir unsere Zähne durchchecken lassen müssen. Pat hat jetzt gleich um 8 nen Termin und geht dann etwas später arbeiten, ich gehe mittags um 2 weil ich ja sowieso montags frei habe. Ich werde über diesen Termin berichten.

Dann werde ich auch Neuigkeiten zu Pats neuem Job haben.

Song of the day: Vance Joy - Riptide

Mittwoch, 30. Juli 2014

Besuch und Veränderungen

Wir hatten letzte Woche zum ersten Mal richtigen Besuch - damit meine ich, dass uns jemand, den wir (bzw. ich) schon länger kenne, besucht hat. Tine, meine "alte" Freundin aus Deutschland, die aber schon seit fast 16 Jahren in Houston, Texas wohnt, und ihre 14-jährige Tochter Ana haben uns besucht. Wir haben eine sehr schöne Zeit mit ein bisschen Sightseeing und netten Gesprächen über alte Zeiten und neue Erlebnisse verbracht. Es war eine schöne Woche! Da Pat und ich außer Mittwoch trotzdem jeden Tag arbeiten mussten und abends aber meistens erst gegen 12 Uhr ins Bett kamen, war es ein wenig stressig. Aber solchen Stress hatten wir gerne. Dafür haben wir uns dann am Wochenende ausgeschlafen. Man merkt, dass man älter wird - haha! Aber sowas machen wir ja nicht dauernd... Vielen lieben Dank euch beiden - wir hatten eine schöne Zeit mit euch!!!

Wir haben beide noch die "alten" Jobs, sind aber dabei, uns zu verändern. Eine Auswanderersendung war mal wieder an uns interessiert. Nach näherer Betrachtung waren wir dann wohl doch zu uninteressant, zu gut geplant oder aber einfach nicht "publikumstauglich" - wie auch immer man das auslegen mag... Wir können die Sprache des Landes, in welchem wir Leben - jaja, offiziell hat die USA zwar keine Amtssprache, doch es wird doch überwiegend Englisch gesprochen - auch wenn man das bei Pat's Arbeitsplatz - und zugegebenermaßen auch bei meinem - nicht immer vermutet. Denn seine Kollegen sprechen ja größtenteils nur Spanisch - meine hingegen doch viel Deutsch. Das ist vermutlich auch ein Grund dafür, dass ich vor ein paar Monaten für einen Job, in welchem ich viele Telefonanrufe zu bewältigen gehabt hätte wegen meines "nicht genügend ausgeprägten Englisch" (Original: "Your English is not strong enough!") abgelehnt wurde. Aber meine Fähigkeit, eine mehrstellige Buchstaben-Zahlenkombination aus einem Computersystem per "Copy&Paste" (Kopieren und Einfügen oder umgangssprachlich auch als "Guttenberg-Tastatur bezeichnet) nach Excel zu übertragen wurde als A+++ (die US-Schulnote A bedeutet "sehr gut" oder "excellent") eingestuft. Also bekam ich dafür eine Eins mit Sternchen. Da sieht man mal, wie die Anforderungen mancher CEOs (Geschäftsführer) hier so sind... Auch im schnellen Tippen bin ich super eingestuft worden. Daher hat mich eine "temp agency" (Zeitarbeitsfirma) auch schon für einige Stellen als "Data Entry Clerk" (Angestellte für Dateneingabe) vorgeschlagen. Da hatte ich vor zwei Wochen auch ein sehr nettes Vorstellungsgespräch (hier "Interview" genannt). Der Job ist vielleicht nicht mein Traumjob, doch die Bezahlung ist verhältnismäßig gut. Leider dauert auch hier wieder einmal der Prozess sehr lange. Auch bei Pat hat sich etwas bezüglich Jobveränderung getan aber auch hier ist mal wieder unsere bzw. Pat's Geduld gefragt.

Wir fühlen uns aber alles in Allem sehr wohl in unserer neuen Heimat in welcher wir nun auch schon seit 10 Monaten leben. Wie die Zeit vergeht...

Noch ein kurzer Nachtrag zu meinem letzten Blogeintrag: natürlich ist die offizielle Bezeichnung der deutschen Fahne "schwarz-rot-gold" doch wie häufig sieht man eine deutsche Fahne die nicht "schwarz-rot-gelb" ist?

Song of the day: One Direction - What makes you beautiful (für Ana)

Dienstag, 15. Juli 2014

Weltmeister

Deutschland ist endlich - nach 24 Jahren - wieder Fußball-Weltmeister! Und wir waren dabei - jedenfalls am TV!
Es wurde ja auch langsam Zeit. Komisch ist nur, dass ich hier in den USA nicht die Autokorsos und all das mitbekommen habe, was in Deutschland so abgegangen ist. Wir waren zwar bei deutschen Freunden eingeladen und haben mit anderen deutschen Auswanderern zusammen das Finale geschaut, es war aber irgendwie anders.
Oliven-Tomaten-Käse-Spieße (kein holländischer Käse sondern Cheddar)
Zumal ich mich noch genau daran erinnern kann, wie es war, als Deutschland 1990 Weltmeister wurde. Ich war 14 Jahre alt und fast die ganze Dorfjugend hat bei einem Freund im Garten zusammen das Finale geschaut. Anschließend ging es auf die Straße zum Feiern. Wir sind stundenlang auf der Hauptstraße unseres Dorfs auf und abgelaufen und haben "We are the Champions" von Queen gesungen und uns gefreut. Das war ein Erlebnis!
Natürlich erinnere ich mich auch noch an solche lustigen Anekdoten, wie z. B. die "Spuckattacke" des "Lama" Rijkaard gegen Rudi Völler. Und dass ich vorher mit meiner Freundin Selma sogar zu den Holländern gehalten hatte. Mein Papa fand das damals gar nicht lustig!

Danach die Hoffnungen bei den World Cups 1994, 1998, 2002, 2006 und 2010, dass es wieder was wird. Speziell an die Weltmeisterschaften 2002 und 2006 kann ich mich noch gut erinnern. 2002 wurde das Finale aus Japan am 30. Juni übertragen. Es war auch gleichzeitig der 60. Geburtstag von meinem Papa. Also lud er zum Public Viewing ein. Es war traurig, dass Deutschland nicht Weltmeister wurde. Somit war die Stimmung auf der Geburtstagsfeier auch etwas verhaltener. Am nächsten Tag war ich dann mit Selma in Frankfurt am Römerberg und wir haben unsere Nationalmannschaft mit Trainer Rudi Völler (Es gibt nur ein'n Rudi Völler) gefeiert. Das war auch ein sehr schönes Erlebnis. Dann kam die "Heim-WM", die ich als wunderschöne Zeit in Erinnerung behalte. Es war das erste Mal, so mein Gefühl, dass man in Deutschland "stolz" darauf sein durfte, deutsch zu sein. Überall wurden schwarz-rot-gelbe Fahnen gehisst und man brauchte sich seiner Herkunft nicht mehr zu schämen. Zu dieser Zeit haben Pat und ich in München gewohnt. Da die Allianzarena neu gebaut worden war, nahmen Pat und ich an einer "Generalprobe" der Rettungskräfte teil. Es wurde ein Bombenanschlag im Stadion simuliert. Unser Fazit danach war, dass wir lieber nicht in einem Stadion sein möchten, wenn dort was passiert. Trotzdem hatten wir uns um Karten für die WM bemüht. Diese wurden im Losverfahren vergeben. Wir ergatterten zwei Tickets für das Vorrundenspiel Portugal gegen Iran im Waldstadion bzw. in der Commerzbank-Arena in Frankfurt. Ja, wir waren dabei, als Cristiano Ronaldo sein erstes WM-Tor schoss. Aber den mochten und mögen wir ja gar nicht. Aber egal, alleine, dass wir bei einem WM-Spiel dabei waren, zählte. Da Pat zu der Zeit in Köln gearbeitet hat, haben wir uns getrennt voneinander die meisten Spiele der deutschen Mannschaft angeschaut.
Dabei kommen mir das erste Tor der WM von Philipp Lahm, der den Arm in einem Verband oder Gips hatte, in den Sinn. Dann das Spiel gegen Polen und die damit verbundenen Zweifel, ob Poldi und Klose für uns oder für ihre erste Heimat spielen würden. Sie haben keine Tore in diesem Spiel geschossen. Wir haben aber das Spiel trotzdem gewonnen. Im dritten Gruppenspiel gegen Ecuador haben die beiden das dann aber nachgeholt. Dann ging es im Achtelfinale gegen Schweden. Ich kann mich erinnern, als ich an diesem Tag mit der U-Bahn U6 zum Public Viewing in die Leopoldstraße fuhr. An diesem Tag fand das Deutschlandspiel nämlich in der Allianzarena statt und die U6 fährt dorthin. Es waren somit auch schwedische Fans in der Bahn. Und die deutschen Fans fingen an zu singen "Ihr seid nur ein Möbellieferant". Trotzdem wurde nett miteinander umgegangen und nach dem gewonnenen Spiel auf der Leopoldstraße groß gefeiert. Dann kam das Viertelfinalspiel gegen Argentinien. Dieses Spiel fand mal wieder am Geburtstag meines Papas statt. Das war so cool. Wir haben in unserem Garten Fußball geschaut und sind nach dem Sieg mal wieder durch die Straßen unseres Dorfs gefahren und haben ein Hupkonzert veranstaltet. Es war mit dem Ausgang nach dem Elfmeterschießen und Oliver Kahn's Botschaft an Jens Lehmann aber auch sehr spannend. Dann kam das Halbfinale und das böse Aus gegen die Italiener. Ich schaute das Spiel in München in einer spanischen Gaststätte zusammen mit einer Freundin. Ich weiß noch, wie ich total am Boden zerstört an der Bushaltestelle saß um nach Hause zu fahren. Die Italiener haben uns die Weltmeisterschaft geklaut! Und sind dann auch noch Weltmeister geworden! Trotzdem war diese Zeit sehr schön und unser Sommermärchen war wirklich zauberhaft. In 2010 wurde der Traum dann wiederbelebt. Auch wurde das WM-Lied aus 2006 "'54, '74, '90, 2006" einfach umbenannt in "'54, '74, '90, 2010" aber auch hier war wieder im Halbfinale Schluss für die deutsche Mannschaft. Diesmal gegen den späteren Weltmeister Spanien. Irgendwann muss es doch mal klappen...
Jetzt leben wir in den USA und wie die meisten wissen, ist Soccer hier nicht so groß wie beispielsweise American Football, Baseball oder Basketball. Doch unser früherer "Märchenkönig" Jürgen Klinsmann trainiert ja nun die amerikanische Fußballnationalmannschaft und er hat es auch hier geschafft, ähnlich wie in Deutschland bei der WM 2006, die Massen zu motivieren und zu begeistern. Das muss man ihm lassen. Da ich auch noch in einem deutschen Deli arbeite, habe ich es vielleicht auch deutlicher gespürt. Denn die Kunden, die nicht deutsch sind - und davon haben wir sehr viele - waren sehr begeistert dabei. Auch haben die Medien berichtet, dass es bei dieser WM zu Rekord-Einschaltquoten gekommen sei. Bei dem Achtelfinale der amerikanischen Nationalmannschaft gegen Belgien wurden sogar von mehreren Fastfood-Ketten die Belgischen Waffeln in Freedom Waffeln umbenannt. Pat und ich hatten uns schon zu Beginn der WM beide Flaggen in unser Auto gelegt.
Da Deutschland und die USA nun auch noch in der selben Gruppe spielten, hatte das Ganze ja noch mehr Pfeffer. Natürlich schlägt unser Herz in erster Linie für Deutschland. Aber in allen anderen Spielen haben wir für die USA gejubelt. Sie haben auch gar nicht schlecht gespielt. Unser Achtelfinale gegen Algerien und auch das Viertelfinale gegen Frankreich waren ja eher Aufwärmspiele. Der Hammer war das Halbfinalspiel gegen Brasilien. Wer hätte das gedacht, dass wir überhaupt gewinnen? Und dann noch so hoch. Danach habe ich hoffnungsvoll (und ein wenig gemein) gesagt: "Nun haben wir den Gastgeber aus dem Turnier gekickt, nun werden wir Weltmeister, wie Italien das 2006 in Deutschland gemacht hat." Und ich sollte recht behalten. Das Finale haben wir mit anderen deutschen Auswanderern bei unserer Maklerin Marly geschaut. Es war schön, dass wir nicht alleine in unserem Wohnzimmer schauen mussten. Ich habe allerdings danach die Hupkonzerte und Autokorsos vermisst. Dafür haben wir uns heute den Empfang der deutschen Nationalmannschaft am Brandenburger Tor angeschaut. Das ist ein schönes Gefühl. Ich weiß, ich kann nichts dafür, habe nichts dazu beigetragen, doch es macht einen doch irgendwie glücklich, wenn man von sich behaupten kann, dass man aus dem Land des Fußball-Weltmeisters kommt.

 

Song of the day: Helene Fischer - Atemlos durch die Nacht
Alternative: Queen - We are the Champions

Montag, 23. Juni 2014

Regeln über Regeln

Vorigen Monat - ziemlich genau zu meinem Geburtstag - haben wir von unserer lieben HOA (Home Owner's Association - sowas wie die Hausverwaltung in unserer Anlage) zuerst eine Karte an der Haustür (sah aus wie ein "nicht stören"-Schild im Hotel) und dann einen "Warning Letter" erhalten in welchem wir mitgeteilt bekamen, dass wir gegen sicherheitsrelevante Hausregeln verstoßen hätten. Den Brief hat übrigens auch unser Vermieter bekommen. Wir haben den Vermieter dann gleich in Kenntnis gesetzt, dass wir den Stein des Anstoßes sofort beseitigt haben - nämlich folgendes "Welcome"-Schild von der Außenseite der Wohnungstür genommen haben...
Problembienchen
Keine Woche später haben wir von der Tochter unseres Vermieters eine Nachricht bekommen, dass ihre Eltern erneut ein Schreiben über einen Verstoß unsererseits gegen die Hausregeln erhalten hätten. In diesem Falle handelte es sich um die Umzugskartons, die auf unserem Balkon standen. Dies sei nicht zulässig, da es gegen die Regelungen verstoße und ggf. mit Zahlung einer Strafgebühr geahndet werden könnte - was uns bis jetzt noch nicht passiert ist. Okay, die Kartons mögen nicht so hübsch aussehen, doch ich darf mal einen Nachbarbalkon als Beispiel anführen:
...aber unser Welcome-Schild ist ein Problem...

Pat und ich waren im Büro unserer HOA und haben unserem Ärger so richtig Luft gemacht. Obwohl das wahrscheinlich nichts gebracht hat, denn die Mädels die dort arbeiten, so haben wir jedenfalls das Gefühl, haben ihre Köpfe nur, damit es nicht reinregnet. Wir haben dann noch nachgefragt, ob sie nichts Besseres zu tun hätten, als solchen Verstößen nachzugehen, obwohl in den Hausfluren und Gängen bei den Autostellplätzen Müll herumliegt, Einkaufswagen im Weg stehen - und womöglich die Autos beschädigt werden, die dort geparkt sind. Außerdem gibt es ja auch Nachbarn, wie beispielsweise unsere Elefantenfamilie von obendrüber, die sich einen Dreck darum kümmern, wenn sie mitten in der Nacht anfangen in der Wohnung auf- und abzuspringen. Diese Beschwerde nahmen die Mädels dann gleich nochmal auf. Wir sagten, dass wir uns irgendwie veräppelt fühlen, welche Prioritäten in dieser Anlage gesetzt werden...

Eine andere Geschichte, die uns seit Monaten genervt hat und ein weiterer Grund dafür ist, dass wir hier nicht mehr allzu lange wohnen bleiben möchten, ist die, dass wir bereits vor Ostern unseren Vermieter gebeten hatten, jemanden vorbeizuschicken, der sich unsere Balkontür bzw. die Fliegenschutztür anschaut und repariert, da diese schwer zu öffnen und zu schließen ging. Der  Handwerker, den unser Vermieter für solche Sachen gerne beauftragt war allerdings eine Zeitlang "out of town", wir erhielten aber seinen Namen (Locus) und seine Telefonnummer und sollten uns mit ihm zwecks Terminvereinbarung in Verbindung setzen. Nach ca. vier Wochen und mehrmaligem Hinterlassen von Nachrichten auf dem Anrufbeantworter - ohne Rückmeldung seinerseits - erreichte ich ihn dann endlich. Er war pampig und eine Terminvereinbarung war nicht möglich. Dies teilte ich auch sogleich der Tochter unseres Vermieters mit, damit sie weiß, dass der Typ nicht sonderlich zuverlässig ist und es nicht an uns liegt, dass die Reparatur noch nicht stattgefunden hatte. Als ich eine weitere Woche später nochmal anfragte, was wir jetzt unternehmen sollen bzgl. der Tür, erhielt ich die Antwort, dass wir laut Locus zum vereinbarten Zeitpunkt nicht zu Hause gewesen wären und auch telefonisch nicht erreichbar gewesen wären. Ihr Vater hätte aber die Rechnung von Locus trotzdem bezahlen müssen. Wie bitte??? Ich weiß ja nicht, an welchem Örtchen sich der Locus aufgehalten hat, aber bei uns war er definitiv nicht. Ich erklärte ihr, dass der Typ um in unsere Anlage zu kommen, vorher an unseren Sicherheitsleuten vorbei muss und sie bzw. ihre Eltern dies ja erfragen können, denn die führen doch über alles Buch in dieser Anlage. Das sah sie gleich ein und schickte uns am nächsten Tag Name und Telefonnummer von einem der Hausmeister in der Anlage. Vor zwei Wochen kam nun endlich ein Mitarbeiter der HOA, der unsere Balkontür bzw. die Screendoor (Fliegenschutztür) reparierte. Da seit ein paar Tagen das Licht vor unserer Haustür ausgefallen war - die Lichter brennen die ganze Nacht durch - Sicherheit vor allem anderen! - bat ich den jungen Mann darum, die Glühbirne auszutauschen. Er werde das sogleich weitergeben. Nach einer Woche war natürlich nichts geschehen. Lynn, eine unserer lieben Nachbarinnen, die mit ihrem süßen kleinen Hund mehrmals zu Tages- und Nachtzeit Gassi geht und dabei an unserer Haustür vorbeikommt, machte mich auch schon zweimal darauf aufmerksam und gab mir den Tipp, doch bei der Security anzurufen und mich auf den Aspekt Sicherheit zu berufen. Das tat ich dann letzte Woche mit dem Ergebnis, dass ich an die HOA verwiesen wurde, da es sich hierbei um eine Instandhaltung bzw. Reparaturmaßnahme handele. Die HOA habe ich nach mehrmaligen Anrufversuchen nicht erreicht, aber auf den Anrufbeantworter gesprochen. Vielleicht hilft's ja, dachte ich...
Als Pat und ich am Mittwoch Abend von der Arbeit nach Hause kamen, lagen auf unserem Doppelparkplatz (jede Wohnung hat zwei zugewiesene Parkplätze) ungefähr vier bis fünf Papier-Einkaufstüten mit Müll gefüllt. Pat rief sofort bei unserer Security an. Ein netter junger Mann kam nach ca. zehn Minuten und entfernte den Müll. Wir haben es nicht eingesehen, dass wir den Müll wegräumen. Er fragte uns dann, ob er uns noch irgendwie behilflich sein könnte und wir fragten, ob er sich eventuell um den Austausch bzw. die Beschleunigung des Austausches der Glühbirne vor unserer Eingangstür kümmern könnte. Als Antwort erhielten wir, dass der Auftrag bereits geschrieben wurde und die Glühbirne in den nächsten Tagen ausgetauscht werden würde. Wie bitte? Da fragt man sich wirklich, ob bei denen im Oberstübchen noch alles richtig sitzt... Die Bürokratie bei unserer HOA toppt alles!
Die Glühbirne ist übrigens nach über zwei Wochen noch immer nicht ausgetauscht worden...

Wir haben nun übrigens eine Verbündete gegen unsere rücksichtslosen Nachbarn von oben. Als ich am Freitag beim Frühstücken war, bemerkte ich, dass von oben Wasser auf unseren Balkon tropfte bzw. in Bächen lief. Eine halbe Stunde später klingelte es an unserer Wohnungstür Sturm. Eine ältere Dame stellte sich als Nachbarin von unten drunter vor und beschwerte sich, dass ich ja wohl kein Wasser auf ihren Balkon kippen könne und ich solle mich ein wenig zurückhalten beim Blumen gießen. Ich bat sie herein und zeigte ihr, dass auch unser Balkon nass war aber das Wasser aus dem oberen Stockwerk kam und sie sich bitte bei der Nachbarin von oben beschweren müsse. Wir hätten ohnehin schon unseren Ärger mit ihr, da wäre es ja auch schön, wenn sich mal jemand anderes bei ihr oder wenn das nichts hilft über sie bei der HOA beschwert. Wie sie mir sagte, werde sie es bei der Nachbarin oben versuchen und wenn diese nicht einsichtig wäre, würde sie mit dem Problem zur HOA gehen. Sie verabschiedete sich nach ein bisschen Lästern über die Nachbarin von oben und ich hörte ein paar Minuten später, dass oben eine Diskussion stattfand. Die Frau von unten drunter hatte irgendwas auf dem Balkon stehen, was nass geworden sei. Sie war leicht verärgert, das hat man gesehen und auch gehört.  Gerne doch!

Das vergangene Wochenende war vom Soccer geprägt. Wir halten ja in erster Linie zu Deutschland, von da kommen wir ja schließlich. Wir haben aber für die US-Boys in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Ghana und besonders gegen Portugal (weil wir den schönen Cristiano halt gar nicht mögen) gefiebert. Das wird sich jetzt aber ändern! Am Donnerstag hoffen wir auf ein "draw" - also "unentschieden". Dann sind beide Teams weiter ohne sich gegenseitig weh zu tun. Klinsi hat sich zwar im US-TV beim Interview auf ESPN explizit dagegen ausgesprochen, aber ein "draw" würde reichen. Sollen sich Klinsi und Jogi halt auf ein Bierchen treffen und das vorher besprechen...
Ich hoffe aber speziell für Miroslav Klose, dass er noch sein 16. WM-Tor schießt, damit er an Ronaldo Luis Nazario de Lima (besser bekannt unter "Ronaldo") vorbeiziehen kann und die Führung in der ewigen Bestenliste übernimmt. 

wir sind für das "Unentschieden" gewappnet
Song of the day: Nas feat. Lauryn Hill - If I ruled the world